Zeitreise im Bahnhofbuffet Olten

Wo sich Wege kreuzen, entstehen Begegnungen.
Wo Begegnungen bleiben, entsteht Geschichte.

Willkommen im Treffpunkt der Schweiz.


Zwischen Gleis 4 und 7 liegt seit Generationen ein Haus, in dem man Kaffee trinkt, Züge verpasst, Ideen entwickelt, Sitzungen abhält und manchmal länger bleibt als geplant. Wer hier einkehrt, landet mitten in der Schweiz – geografisch und menschlich.


Eine kurze Reise durch fast 170 Jahre Geschichte.

Wie Olten zum Knotenpunkt der Schweiz wurde

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Olten ein kleiner Marktort mit rund 1’600 Einwohnern. Gut gelegen zwar – an wichtigen Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen – aber noch ohne nationale Strahlkraft. Dann kam die Eisenbahn.

Bereits 1843 setzte sich Olten dafür ein, dass die geplante Bahnlinie zwischen Basel und Aarau über die Stadt führen sollte. Ein kluger Entscheid. Mit dem Ausbau des Schweizer Bahnnetzes wurde Olten Schritt für Schritt zu jenem Ort, an dem sich Wege kreuzen.

1856 wurde der Bahnhof Olten eröffnet. Das Gebäude gehört heute wie damals zum Netz der SBB. Mit ihm begann eine neue Zeit – für die Stadt und für das ganze Land.

1856: Die Entstehung des Bahnhofbuffets

Wo Reisende ankommen, braucht es auch einen Ort zum Durchatmen. So eröffnete 1856 die damalige «Bahnhofwirtschaft» – das heutige Bahnhofbuffet Olten. Schon früh gehörte sie selbstverständlich zum Bahnhof dazu.

Serviert wurde nicht nur Essen und Trinken. Schon damals war das Bahnhofbuffet ein Ort des Wartens, des Wiedersehens und der Gespräche.

Ein Pachtvertrag von 1876 zeigt, wie ernst Gastfreundschaft bereits genommen wurde: verlangt wurden eine «prompte, anständige und zuvorkommende» Bedienung, faire Preise und frisches Wasser für jedermann. Gute Prinzipien altern bekanntlich nicht.

Wo sich die Schweiz traf

Mit der Zeit wurde das Bahnhofbuffet weit mehr als ein Restaurant. Dank der zentralen Lage traf man sich hier aus Zürich, Bern, Basel, Luzern, der Romandie oder dem Tessin – fair für alle, erreichbar für alle.

So wurde das Bahnhofbuffet Olten zum neutralen Boden der Schweiz. Hier wurden Vereine gegründet, Parteien besprochen, Projekte lanciert und Sitzungen abgehalten. Nicht laut. Sondern sachlich, direkt und oft bei Kaffee und Gipfeli.

Die Neue Zürcher Zeitung schrieb treffend: «Im Bahnhofbuffet Olten wurde politisiert, gebechert, geliebt – und die Schweiz erfunden.» (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, Artikel vom 06.07.2024)

Der Schweizer Alpen-Club (SAC), der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB), der Schweizer Brauerei-Verband (SBV), die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP), der Schweizerische Fussballverband oder das Schweizer Buchzentrum gehören zu den bekanntesten Namen, deren Geschichte mit diesem Ort verbunden ist.

Darum nannte man das Bahnhofbuffet später auch die Denkkammer der Schweiz.

Gastgeber durch die Jahrzehnte

Ein Haus mit Geschichte lebt von Menschen, die es prägen.

Die ersten bekannten Wirte waren Johannes Biehly sowie später Hermann und Hans Biehly. Danach folgten unter anderem Hans-Richard Dietiker (ab 1918), Josef Wilhelm Hofmann (ab 1947) und Eugen Pauli (ab 1965).

Ab 1973 führten die Schweizerische Speisewagen-Gesellschaft sowie ihre Nachfolgeunternehmen Passaggio und später Autogrill das Bahnhofbuffet über viele Jahrzehnte weiter.


Jede Generation hat ihre Spuren hinterlassen.
Und jede hat verstanden: Dieses Haus gehört nicht nur einem Betreiber. Es gehört vielen Erinnerungen.

2026: Geschichte mit Gegenwart

Heute beginnt das nächste Kapitel.

Mit der Wiedereröffnung führen wir das Bahnhofbuffet Olten im Gebäude der SBB als Restaurant, Lounge und Seminarort weiter – respektvoll gegenüber seiner Geschichte und klar auf die Gegenwart ausgerichtet.

Was bleibt:

Ein Ort für Begegnungen

Ein fairer Treffpunkt für Menschen aus allen Richtungen

Räume für Gespräche, Ideen und Entscheidungen

Gastfreundschaft ohne Lärm

Qualität ohne Allüren

 

Was neu dazukommt:

Zeitgemässe Räume

Warme Atmosphäre

Gute Küche

und ein Haus, das wieder selbstverständlich Teil des Alltags wird.

Ein Ort, der bleibt

Wer heute ins Bahnhofbuffet Olten kommt, besucht kein Museum. Sondern einen lebendigen Ort mit Vergangenheit und Zukunft. Seit 1856 treffen sich hier Wege, Meinungen und Menschen.
Und ehrlich gesagt: Wir finden, das darf gerne so bleiben.

Der Treffpunkt der Schweiz.